„There
are always three Cowboys in a typical western-movie: The good, the
bad, the ugly.“ Mit diesen Worten begann Andrew Denison einen
seiner Vorträge bei dem zweitägigem Seminar in Fulda zum Thema
„Warum die USA so anders sind - oder ´Why can´t Americans be more
like Europeans?´“.
In
der Jugendherbere Fulda trafen sich vom 13.11.-14.11.2009 20
Jungredakteure hessischer Schülerzeitungen und amerikainteressierte
Schüler zu einem bilingualen Seminar. Dieses Seminar wird jedes Jahr
von der Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit
der Jugendpresse Hessen und dem US-Konsulat Frankfurt angeboten.
Es
wurde Vorträgen von dem aus Wyoming stammenden US-Publizisten und
Politologen Andrew Denison und dem New Yorker Autor Dr. Steven Bloom
zugehört, diskutiert und Wissen ausgetauscht. Während des
Wochenendes hatte jeder Schüler die Möglichkeit, persönlich
Kontakt mit den Amerikanern aufzunehmen oder in der großen Runde
seine Meinung zu formulieren - auf Englisch versteht sich.
Besonders
spannend war es, den persönlichen Meinungen der US-Staatsbürger
über die Deutschen, die laut Bloom pünktlich und gedankenlos
folgsam seien, zuzuhören. Auch Denison konnte klare Aussagen über
den Stereotyp der Deutschen machen, da er selbst mit einer deutschen
Frau verheiratet ist.
Doch
selbst die beiden überzeugten Amerikaner konnten mit einem kleinen
Schmunzeln über ihr Land reden. Wie die Deutschen Amerika sehen sei
ihnen klar, der Stereotyp werde durch Hollywood und die Medien noch
weiter bestärkt. Jedoch seien manche Vorurteile berechtigt. „Von
einer eigenen Kultur kann in Amerika nicht die Rede sein“, so
Bloom, „man kann Amerika nicht als ein Land mit einer Kultur
bezeichnen. Es gibt den Norden, den Süden, den Osten, den Westen.
Und alles mit anderem Essen und einer anderen Kultur“
Kritischer
betrachtete Denison das Thema am zweiten Tag des Seminars.
„I
love my country but I hate my government“ war Thema seines Vortrags
und damit den Nagel auf den Kopf. Might as right - Macht als Recht,
so beschrieb der Cowboygürteltrager die Außenpolitik in den USA.
Auch
hier hatte jeder die Möglichkeit, in die Diskussion mit
einzusteigen. Der amerikanische Journalist provozierte, trotzdem
stellte er eine sehr differenzierte Meinung über die Politik und die
Einstellungen seines Heimatlandes dar.
Als
krönenden Abschluss hatte jeder die Möglichkeit, einen Artikel über
eines der angesprochenen Themen zu schreiben. Workshopartig wurden
Gruppen gegründet, mit den Spezialisten geredet und Interviews
geführt. Hier stand Nele Balser als Vertretung der Jugendpresse
Hessen hilfreich zur Seite.
Nach
dem gelungenen Seminar ging ich dann nicht nur mit einem mit
Informationen gefüllten Ordner nach Hause, sondern auch mit dem
Wissen „America is full of differences - und das ist gut so!“.
Der Artikel auf goerls.de
|