Unabhängiger Verband junger
Medienmacher in Hessen


Ausgabe vom 30.07.2010
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Die Jugendpresse Hessen

Die Jugendpresse Hessen (JPH) e.V. ist ein sehr junger Verein. Sie entstand erst im August 2004 durch Fusion der beiden "alten" Vereine Hessischer Schüler- und Jugendzeitungsverein e.V. (HSJV) und Hessische Jugendpresse (HJP) e.V.

Die Wurzeln dieser Vereine sind jedoch viel älter: Beide Vereine wurden Ende der 80er Jahre gegründet, um Schülerzeitungsredakteure und andere junge Medienmacher zu vertreten. Nachdem beide Vereine lange Zeit mit unterschiedlichen Schwerpunkten nebeneinander her existiert hatten, war der Zusammenschluss der zweier bundesweiter Jugendpresse-Verbände Anstoß genug, auch in Hessen zusammenarbeiten zu wollen.

Aus der Geschichtsschreibung des HSJV (Ende der 90er Jahre)

"Schüler- und Jugendzeitungsredakteuren soll durch den Hessischen Schüler- und Jugendzeitungsverein e.V. (HSJV) ein Forum zum Erfahrungsaustausch und Raum zur Meinungsbildung gegeben werden." Diese Zielsetzung begleitet schon die Entstehung des Vereins.

Die Idee, einen Jugendzeitungsverein zu gründen, wurde 1986 geboren. 20 Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren fanden sich zusammen, um den "Hessischen Schülerzeitungsverband" zu gründen. Es sollte ein Verein ohne politische Ausrichtung sein. Deshalb lag und liegt es im Selbstverständnis des Hessischen Schüler- und Jugendzeitungsvereines, den Schwerpunkt auf die journalistische Weiterbildung zu legen. Seminare mit politischen Inhalten sollten so gestaltet werden, daß die Meinungsvielfalt der Gesellschaft wiedergespiegelt wird. Grundlagen zum Verständnis eines Themas sollten vermittelt werden. Jugendliche sollten sich eine eigene Meinung vor dem Hintergrund möglichst objektiver Information bilden können.

Gleich im ersten Jahr wurde die Arbeit aufgenommen. Der Vorstand um Christian Schuchardt führte erste Seminare mit einer motivierenden Teilnehmerresonanz durch. 1987 wurde der "Hessische Schülerzeitungsverband" in "Hessischer Schüler- und Jugendzeitungsverein" umbenannt. Während den Veranstaltungen stießen weitere Mitglieder zu dem Verein, so daß der Mitgliederbestand stetig wuchs.

Der Verein wurde in seiner Gründungsphase im wesentlichen von Jugendlichen aus einer politischen Richtung getragen. Diese Einseitigkeit wurde jedoch in der weiteren Entwicklung durch neue Mitglieder mit anderen Ansichten bewußt überwunden. So wurde eben nicht ideologisch, sondern sinnvoll gearbeitet.

In der Zeit ab 1991 wurden unter dem Vorsitz von Sven Müller erste Kontakte zu anderen Jugendpresseverbänden in Deutschland aufgenommen und regelmäßig Informationen ausgetauscht. Beispielsweise arbeitet der "Hessische Schüler- und Jugendzeitungsverein e.V." mit dem Verband "Junger Journalisten Berlin-Brandenburg e.V." und den "Nachwuchsjournalisten in Bayern e.V." zusammen. Mitglieder des HSJV nehmen am BundesJugendPresseBall in Berlin teil. Nach der Wiedervereinigung wurden ebenfalls einzelne Kontakte in die neuen Länder geknüpft, um den Jugendlichen dort beim Start und bei der Weiterentwicklung ihrer eigenen Schüler- und Jugendzeitungs-Szene behilflich zu sein.

Auf der Suche nach Förderen gelang es, die Unterstützung des Hessischen Kultusministeriums zu gewinnen. Durch den 1990 erstmals organisierten "Schülerzeitungswettbewerb" kam der "Hessische Schüler- und Jugendzeitungsverein e.V." dem Ziel näher, alle Schülerzeitungen in Hessen anzusprechen. Mit dem Wettbewerb änderte sich auch die Struktur des Vereins. Zahlreiche neue Mitglieder traten dem Verein bei, so daß der "Hessische Schüler- und Jugendzeitungsverein e.V." Mitte 1997 über 200 Mitglieder zählen konnte. Eine breite Basis wurde geschaffen, die den Verein professioneller und vielfältiger werden ließ. Weitere Unterstützer und Förderer für Seminare und Tagesveranstaltungen konnten gefunden und das Angebot weiter ausgebaut werden.

Heute veranstaltet der "Hessische Schüler- und Jugendzeitungsverein e.V." neben dem Schülerzeitungswettbewerb jährlich mindestens vier Seminare, sowie ein Reihe von Tagesveranstaltungen, wie zum Beispiel Einblicke hinter die Kullissen des Frankfurter Flughafens, des Europäischen RaumKontrollzentrums in Darmstadt, oder einfach nur Besuche bei Radio FFH, der Licher Brauerei und anderen Firmen, Behörden, Organisationen und ähnlichem. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, an Veranstaltungen befreundeter Verbändein ganz Deutschland teilzunehmen. Hinzu kommen Service-Leistungen, wie Informationsbroschüren, Anzeigenvermittlungen, Schülerzeitungstauschring und seit kurzem unsere JugendPresseAgentur.

Rund 300 Schüler- und Jugendzeitungsredakteure nehmen heute im Laufe eines Jahres an den Veranstaltungen teil und entwickeln dabei oft neue Ideen für Broschüren, tauschen ihre Erfahrungen aus und geben Anregungen für Seminare oder Tagesveranstaltungen.
 
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