Amerikaseminar 2012
Das nächste Amerikaseminar findet statt am 27/28.10.2012 in Bingen und steht im Zeichen des amerikanischen Wahlkampfs 2012
Amerikaseminar 2011
“Global Player USA: Grundlagen und Herausforderungen der amerikanischen Außenpolitik"
Das diesjährige Amerikaseminar 2011 der Jugendpresse Hessen und ihrer Partner stand im Zeichen der amerikanischen Außenpolitik. Im Fokus stehen dabei die verschiedenen Faktoren, welche die amerikanische Außenpolitik bedingen und beeinflussen. Hierzu werden die Referenten die wichtigen innenpolitischen Voraussetzungen, Identitätsfragen und Sicherheitssowie Wirtschaftsinteressen erörtern. Ziel des Seminars ist es, auch einen Überblick über die aktuellen Herausforderungen der amerikanischen Außenpolitik zu erhalten. Das von zwei amerikanischen und einem deutschen
Experten in englischer Sprache durchgeführte Seminar wird die Teilnehmenden zu aktiver Mitarbeit animieren und soll zu einem regen Austausch über das Thema führen.
Datum: 17. bis 18. September 2011
Tagungsort: Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod
Referenten: Prof. Crister S. Garrett, Ph.D., Universität Leipzig - Andreas Ross
FAZ - Prof. Paul S. Rundquist, Ph.D., Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Wer? Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Jugendpresse Hessen, Amerikanisches Konsulat, Atlantische Akademie, Fridtjof-Nansen-Akademie
Die besten Artikel aus dem Journalismus-Workshop findet ihr demnächst hier.
Bericht zum Seminar 2009
Cowboy berichtet von seinem Land
von Louise Wachsmuth
"There are always three Cowboys in a typical western-movie: The good, the bad, the ugly." Mit diesen Worten begann Andrew Denison einen seiner Vortrag bei dem zweitägigem Seminar in Fulda zum Thema "Warum die USA so anders sind" - oder "Why can't Americans be more like Europeans?".
In der Jugendherbere Fulda trafen sich vom 13.11.-14.11.2009 20 Jungredakteure hessischer Schülerzeitungen und amerikainteressierte Schüler zu einem bilingualen Seminar. Dieses Seminar wird jedes Jahr von der Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit der Jugendpresse Hessen und dem US-Konsulat Frankfurt angeboten.
Es wurde Vorträgen von dem aus Wyoming stammenden US-Publizisten und Politologen Andrew Denison und dem New Yorker Autor Dr. Steven Bloom zugehört, diskutiert und Wissen ausgetauscht. Während des Wochenendes hatte jeder Schüler die Möglichkeit, persönlich Kontakt mit den Amerikanern aufzunehmen oder in der großen Runde seine Meinung zu formulieren - auf Englisch versteht sich.
Besonders spannend war es, den persönlichen Meinungen der US-Staatsbürger über die Deutschen, die laut Bloom pünktlich und gedankenlos folgsam seien, zuzuhören. Auch Denison konnte klare Aussagen über den Stereotyp der Deutschen machen, da er selbst mit einer deutschen Frau verheiratet ist.
Doch selbst die beiden überzeugten Amerikaner konnten mit einem kleinen Schmunzeln über ihr Land reden. Wie die Deutschen Amerika sehen sei ihnen klar, der Stereotyp werde durch Hollywood und die Medien noch weiter bestätigt. Jedoch seien manche Vorurteile berechtigt. "Von einer eigenen Kultur kann in Amerika nicht die Rede sein", so Bloom, "man kann Amerika nicht als ein Land mit einer Kultur bezeichnen. Es gibt den Norden, den Süden Osten, den Westen. Und alles mit anderem Essen und einer anderen Kultur."
Kritischer betrachtete Denison das Thema am zweiten Tag des Seminars. "I love my country but I hate my government", war Thema seines Vortrags und damit den Nagel auf den Kopf. Might as right - Macht als Recht, so beschrieb der Cowboygürtelträger die Außnpolitik in den USA.
Auch hier hatte jeder die Möglichkeit, in die Diskussion mit einzusteigen. Der amerikanische Journalist provozierte, trotzdem stellte er eine sehr differenzierte Meinung über die Politik und die Einstellungen seines Heimatlandes dar.
Als krönenden Abschluss hatte jeder die Möglichkeit, einen Artikel über eines der angesprochenen Themen zu schreiben. Workshopartig wurden Gruppen gegründet, mit den Spezialisten geredet und Interviews geführt. Hier stand Nele Balser als Vertretung der Jugendpresse Hessen hilfreich zur Seite.
Nach dem gelungenen Seminar ging ich dann nicht nur mit einem mit Informationen gefüllten Ordner nach Hause, sondern auch mit dem Wissen. "America is full of differences - und das ist gut so!".



